Erasmus - Biologie Ausbildung Hamburg

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Erasmus



      Erasmus+ unterstützte Auslandsaufenthalte während der Ausbildung zur Biologisch-Technischen Assistenz

      Seit über zwei Jahren ist die School of Life Science nun Teil eines großen EU-Projektes und erhält über das Erasmus+-Programm finanzielle Unterstützung zur Durchführung von Mobilitätsprojekten im Rahmen der Berufsausbildung zur Biologisch-Technischen Assistenz. Unsere Schülerinnen und Schüler haben so die Möglichkeit, eines ihrer drei 4-monatigen Laborpraktika im Ausland zu absolvieren. Mehr als 30 Schüler verbrachten bisher eine spannende Zeit in verschiedenen Forschungslaboren in Spanien, Finnland sowie Frankreich und hatten die Chance, Land und Leute abseits der normalen Tourismuspfade kennen zu lernen.

      Finnland:



      Schon lange kooperieren wir mit der Universität Oulu im Norden von Finnland. Oulu ist die nördlichste Großstadt der europäischen Union und liegt an der Mündung des Oulujoki in den Bottnischen Meerbusen.

      Jessica Müller, BTA16B:
      „Ein Doktorand aus der Arbeitsgruppe hat mich am Bahnhof abgeholt und mich zur Wohnung gebracht. Das Zimmer selber war recht groß und mit allen nötigen Dingen eingerichtet und sauber. Es gibt die Möglichkeit im Keller Wäsche zu Waschen und zu Trocknen. Außerdem war die Arbeitsgruppe in unmittelbarer Nähe zur Universität und bequem zu Fuß zu erreichen (5-10 Minuten). Auch der nächste Supermarkt war in wenigen zu Fuß zu Erreichen. Ich hatte eine finnische Mitbewohnerin und später ist noch eine Portugiesin mit eingezogen. Es war ein bisschen schwierig mit den Finnen in Kontakt zu kommen. Aber nachdem man erstmal die Schale geknackt hat, sind die Finnen ein ganz nettes und witziges Völkchen."
          Lukas Riedel, BTA16A:
          „Worauf man allerdings die ganze Zeit achten musste, war auf jeden Fall die Kälte. Die Temperaturen lagen größtenteils zwischen -10°C und -30°C. Dabei liegt rund um die Uhr Schnee. Zu Beginn meines Praktikums war es sehr lange am Tag dunkel. Gegen Ende merkte man aber, dass die Tage deutlich länger hell waren und in der Sonne waren es warme 5°C. Es war eine wunderbare Erfahrung, neue Menschen und eine neue Umgebung mit ihrem Klima und ihrer Umgebung kennenzulernen. Ich kann es nur weiterempfehlen, wenn man mit so kalten Temperaturen zurechtkommt.“

          Rieke Hinrichs, BTA17B:
          „Man sollte die Zeit in einem fremden Land nutzen, um es kennenzulernen und neue Dinge zu sehen, und so nahm ich die Gelegenheit war, mit dem Erasmus Student Network (ESN) Anfang Dezember für 5 Tage nach Kilpisjärvi im Norden Lapplands zu fahren. Auf diesem Trip waren wir unter anderem in Tromsø, Schneeschuhwandern, Huskyschlittenfahren und Snowmobilfahren. Es hat sehr viel Spaß gemacht, diese tollen Aktionen mit vielen Studenten aus aller Welt zu erleben.   Alles in Allem kann ich sagen, dass sich das Auslandspraktikum nicht nur wegen den Erfahrungen für meine Ausbildung gelohnt hat, sondern vor allem für mich persönlich eine Bereicherung war, indem ich neue Sichtweisen kennengelernt, neue Freunde gefunden und offener und selbstständiger geworden bin.“
              Luise Brinkmann, BTA16C:
              „Alle Mitarbeiter der Arbeitsgruppe waren über die ganze Zeit sehr hilfsbereit und freundlich mir gegenüber. Alles in allem hatte ich in dem Forschungslabor eine gute Zeit und denke, dass ich viel gelernt habe. Oulu ist echt eine super Stadt für Schüler und Studenten. Gleich am ersten Tag habe ich meine Freundesgruppe kennengelernt. Es gibt unglaublich viele Austausch und Erasmus Studenten und wenn man in irgendeiner Form an der Uni beschäftigt ist, also auch als Azubi oder Praktikant gehört man automatisch zu dieser Gemeinschaft und wird überall mit einbezogen. Es gab sehr viele Freizeitangebote, ich habe Ultimate Frisbee gespielt, war beim Yoga und Klettern, was sehr viel Spaß gemacht hat. Zudem habe ich mit 9 Freunden eine Reise nach Lappland gemacht, Christian war auch dabei. Wir haben uns die ganze Zeit super verstanden und es war wirklich gut jemanden, der dieselbe Ausbildung macht, in  demselben Institut zu haben. Wir haben viel zusammen gemacht und uns gegenseitig geholfen mit Schulsachen oder “Problemen” im Labor.“

              Spanien:



              Ein weiterer langjähriger Kooperationspartner der SLS ist die Universität La Laguna auf Teneriffa. Die Universität befindet sich in der zum UNESCO Weltkulturerbe gehörenden Stadt San Cristóbal de La Laguna im Norden der kanarischen Insel.

              Mayla Rickert (BTA 17B):
              „Ich habe mir einige Monate vor meiner Anreise eine WG in La Laguna gesucht. Es gibt dazu viele Internetseiten wie milanuncios, oder idealista, wo Wohngemeinschaften aber auch eigene Wohnungen an Studenten vermittelt werden. So fand ich ziemlich schnell eine WG die direkt im Zentrum von La Laguna lag und preislich im Rahmen. Die Wohnung habe ich mir mit drei weiteren Leuten geteilt. Teneriffa ist eine wunderschöne und abwechslungsreiche Insel. Der Norden der Insel unterscheidet sich drastisch zum touristischen Süden, der wirklich sehr überfüllt ist und eher trocken. Der Norden, wo ich wohnte, ist noch sehr naturbelassen und viele Einheimische wohnen hier. Die Strände sind hier hauptsächlich schwarz und wunderschön. Der Norden eignet sich zudem auch wunderbar zum Wandern im Anaga Gebirge. Größere Städte wie Santa Cruz und Puerto de la Cruz eigenen sich auch sehr gut um Souvenire zu kaufen und kanarisch zu essen. Ich habe mir zweimal mit meinen Mitbewohnern ein Auto über Cicar gebucht, was preislich erschwinglich war, wenn man es sich geteilt hat. So konnten wir auf den Vulkan Teide fahren um dort zu wandern, oder uns den Süden ansehen. Zusammenfassend kann ich jedem nur empfehlen dieses Praktikum zu machen, man kann sehr viele tolle Erfahrungen sammeln und die Insel erkunden. Ich habe jeden Tag auf Teneriffa genossen und vor allem die Zeit von November bis Dezember, wo es in Deutschland immer schlechteres Wetter wurde, konnte ich die Zeit am Strand in der Sonne genießen. Das Praktikum hat mir auch sehr viel Spaß gebracht und ich konnte sehr viel lernen.“

              Laura Marcelin, Luise Ude, Lennart Scheuffler und Patrick Langer (BTA17B):
              „Wir wohnten in der Residenz „Parque de las Islas“, zwischen den Tranviastationen „Las Mantecas“ und „Campus Guajara“. Dort gibt es mehrere dreistöckige Gebäude mit Erasmus und inseleigenen Studenten, die friedlich miteinander leben und sich ein Gemeinschaftsgebäude mit Tischtennisplatte, Bibliothek, Cafeteria, Cola-Automat und sogar einem Flohmarkt für Gebrauchsgegenstände teilen. Außerdem stehen Waschmaschinen kostenlos zur Verfügung. „In meinem Praktikum arbeitete ich direkt mit einem Wissenschaftler zusammen. Montags besuchte ich das Wochentreffen, in welchem die unterschiedlichen Wissenschaftler ihre Ergebnisse, Erkenntnisse und Probleme der vergangenen Woche vorstellten. In den folgenden Wochen konnte auch ich meine Ergebnisse in diesen Treffen vorstellen.“ „In der zweiten Hälfte des Praktikums habe ich der dort festangestellten Technischen Assistentin immer mehr Aufgaben abnehmen können, wodurch sie etwas entlastet wurde und mehr Zeit hatte sich um anstehende Präsentationen zu kümmern. Alles in allem stand ich unter der Betreuung sehr freundlicher Ansprechpartner mit denen das Kommunizieren auf Englisch problemlos möglich war, mir wurden viele spannende Methoden beigebracht und das eigenständige Arbeiten Recht schnell ermöglicht, was meine Zeit dort sehr angenehm gestaltet hat.“ „Über die gesamte Zeitspanne wurde ich mit größtem Respekt behandelt, sowohl auf professioneller, als auch auf persönlicher Ebene. Ich durfte mich nicht nur selbst um Krebszelllinien kümmern und an Experimenten teilnehmen, ich wurde auch als Co-Autor in einer Veröffentlichung genannt.“
                  Frankreich:



                  Auch das Pasteur-Institut in Paris betreut schon seit einiger Zeit Schüler der SLS während ihrer praktischen Ausbildungsphase. Mit Hilfe des Erasmus+-Programms konnte diese Kooperation weiter ausgebaut werden.

                  Inken Junod (BTA 17B):
                  „Mein zweites Praktikum habe ich vom 03.09.18 – 18.12.18 am Institut Pasteur in Paris absolviert. Ich habe im Labor von Carmen Buchrieser gearbeitet (Biology Of Intracellular Bacteria), welches zum „Department of Genomes and Genetics“ gehört. Der Schwerpunkt der Arbeit im Labor besteht aus der Erforschung von Legnionella pneumophila und Legionella longbeachae im Zusammenhang mit der Krankheit Legionellose. Ich selber durfte an verschiedenen Projekten mitarbeiten: Neben mikrobiologischen Grundlagen wie Agarplatten gießen oder Kulturen ansetzen, erlernte ich, wie THP-1 Zellen mit Legionella pneumophila infiziert werden. Hierzu sollte ich Experimente durchführen, die jeweils eine Woche dauerten. Ich infizierte die Zellen mit unterschiedlichen Serotypen, plattierte verschiedene Verdünnungen aus und dokumentierte zu unterschiedlichen Zeitpunkten, wie sie replizieren, um sie zu vergleichen. Des Weiteren führte ich Durchflusszytometrie-Analysen von fluoreszenten Bakterien durch und sortierte infizierte Makrophagen an der FACS-Maschine. Das dritte große Projekt, an dem ich gearbeitet habe, war die Quantifizierung und der Vergleich vom Mikrobiom in Krankenhauswasser aus einem Krankenhaus in Paris. Hierbei erlernte ich Methoden zur DNA-Quantifizierung wie Qubit oder Nanodrop. Darüber hinaus führte ich viele PCR´s (qPCR und normale PCR) durch, woraufhin Auswertungen mit Agarosegelelekrophoresen folgten.

                  Ich lebte die 4 Monate über in einem Mädchenwohnheim 15 Minuten zu Fuß entfernt vom Institut Pasteur. In diesem Wohnheim („Foyer Pierre Olivaint“) wohnen Mädchen zwischen 18 und 28 Jahren aus verschiedenen Ländern. Jede hatte ein eigenes Zimmer mit angrenzendem Bad. Die Küche war gemeinschaftlich. Dieses Konzept gefiel mir sehr gut, da man einerseits seine Privatsphäre hatte. Andererseits hat die Gemeinschaftsküche zum großen Teil dazu beigetragen, dass ich schnell Kontakte mit anderen Mädchen geknüpft habe. Wir saßen abends oft zusammen und haben gemeinsam gegessen und am Wochenende Ausflüge gemacht. Neben den eigenständig geplanten Unternehmungen, bot das Wohnheim auch Gemeinschaftsaktivitäten an. Zudem gab es einen Fitnessraum und eine Bibliothek im Wohnheim, die ebenfalls zu geselligen Abenden beitrugen. Zum anderen gab es freitags immer eine „beer hour“, bei der das Institut Pasteur Bier und Wein spendierte. Dies half sehr gut, schnell neue Bekanntschaften zu machen, sodass ich mich sofort sehr integriert gefühlt habe. Hierzu haben jedoch auch sehr stark die Mitarbeiter im Labor beigetragen. Alle waren mir gegenüber sofort offen und hilfsbereit. Ich bekam viele Tipps für Wochenendausflüge und auch Einladungen zu privaten Veranstaltungen wie Geburtstagen. Die Zeit ging sehr schnell um und ich werde die letzten 4 Monate immer in guter Erinnerung behalten.“

                  Seit September 2019 freuen wir uns über eine erneute Förderung in Höhe von 200.000 Euro. So haben auch in den kommenden zwei Jahren viele Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Praktika im Ausland zu absolvieren. Außerdem werden wir intensiv am Aufbau neuer Kooperationen arbeiten!




                      Frau Dr. Harder und Schulleiter, Dr. Zschenker, vergeben die Europässe an unsere ersten sechs Schülerinnen und Schüler, die im Rahmen Ihrer Ausbildung ein Praktikum im Ausland mit Hilfe einer Finanzierung durch das Erasmus+-Projekt, von September bis Dezember 2017, absolviert haben!

                      Herzlichen Glückwunsch!
                          Liebe Schülerinnen und Schüler, wir sind stolz, Ihnen mitteilen zu können, dass diejenigen von Ihnen, die ab 01.09.2017 nach Teneriffa und Oulu gehen, um dort ihre Praktika zu absolvieren, durch das Erasmus-Projekt der EU gefördert werden! Dazu wurde unser Antrag in Höhe des Gesamtvolumens von ca. 160.000€ bewilligt! Das Projekt läuft zunächst für 24 Monate, also bis Ende August 2019!

                          Disclaimer: Dieses Projekt wird mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Mitteilung trägt allein der Verfasser, die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben!
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